Jeder kennt sie die grüne, leckere Nudelsoße: das Pesto “verde” oder auch “Pesto alla genovese”. Was heißt das eigentlich, das Wort Pesto? Es rührt her vom Italienischen Verb „pestare“, was übersetzt soviel bedeutet wie „zertreten“.
Genau, zwar nicht „zertreten“, so doch „zerstampfen“ tut man etwas, tradionell mit dem Mörser: Basilikum, Pinienkerne, Parmesan, Knoblauch und Salz, und das Ganze dann vermengt mit Olivenöl – das ergibt dann das bekannte Pesto, diese cremige grüne Sauce bzw. Paste, die man in Italien traditionell mit Linguine, eben diesen platt gedrückten Spaghetti, serviert bekommt.
Auf den Etiketten tragen die Pesto-Gläser meist den Untertitel bzw. Zusatz „alla genovese“, das heißt nach Genueser Art, denn das Ursprungs- und noch heute geschützte Pesto genovese stammt aus Genua in Ligurien (Norditalien).
Ich habe etwas recherchiert: Das italienische wikipedia weiß noch einiges mehr über die Tradition des Pesto, daher sei hier ein wenig davon erzählt, bevor ihr ein Rezept findet: (mehr…)
Damit dem Glück im neuen Jahr nichts entgegensteht erfordert ein Silvester all’italiana in Sachen Aberglaube viele Teller des typischen Jahresabschlußgerichts „Lenticchie con il Cotechino“.
Ja, so ist es, bei keinem traditionellen italienischen Silvestermenu dürfen sie fehlen, die Linsen mit dem Zampone bzw. Cotechino, ist es doch allgemeine Tradition am letzten Tag des Jahres und/oder auch am Neujahrstag eben jenes Gericht zu essen und zwar auch in ausreichender Menge, denn dem Aberglauben zufolge bringt das Glück und auch Reichtum für das kommende Jahr. So wird es dann bei jeder italienischen Feier um Mitternacht nach dem Spumante diese besagten Linsen geben, in Italien übrigens auch mit passierten Tomaten bereitet, serviert mit einer Art Schweinshaxe oder - man sollte besser sagen - einer in „Schweinfußform“ gepressten Schweinswurst, in Scheiben geschnitten serviert.
Und damit auch jeder sein Glück und eventuell auch den besagten Geldsegen persönlich herbeiessen kann, hier die entsprechende Rezeptinformation für die „Lenticchie con Cotecchino“
Zutaten für 4 Personen
400 g Linsen
1 Zwiebel / 1 Karotte / 1 Stange Staudensellerie
80 Gramm Speck (pancetta)
1 kleine Dose passierte Tomaten (300-400 g)
etwas Petersilie und Salbei
Olivenöl
Salz & Pfeffer
Fleischbrühe (bestenfalls vom Kochen der Schweinhaxe)
Zubereitung:
Die Linsen am Abend vorher in reichlich lauwarmem Wasser einweichen, am nächsten Tag abspülen und in einem Sieb abtropfen lassen. Zunächst die Schweinhaxe, gewaschen und geputzt, in einem Topf mit Wasser und den Gemüsen bei kleiner Flamme ca. 1 ½ bis 2 Stunden köcheln lassen. Für die Linsen in einer Pfanne Zwiebel, Karotte, Staudensellerie und Pancetta, kleingeschnitten, in etwas Olivenöl anbraten, die Linsen zugeben und die passierten Tomaten sowie ein paar Suppenkellen Fleischbrühe zugeben, alles salzen & pfeffern und bei niedriger Flamme mindestens eine Stunde köcheln lassen, gelegentlich umrühren und weitere Brühe hinzufügen, bis die Linsen fast die gesamte Flüssigkeit aufgesogen haben. Die Linsen mit der in Scheiben geschnittenen Schweinshaxe servieren.
P.S. Den Zampone erhält man hierzulande in den einschlägigen italienischen Supermärkten und gut ausgestatteten Feinkostgeschäften.
Und in Italien gilt die Devise: Je mehr Linsen man isst, desto mehr regnet es soldi im nächsten Jahr. Nun denn, ein Versuch ist es wert
Also dann: Guten Rutsch in ein hoffentliches tolles 2010!
Wenn es weihnachtet, kommt man um so manch Süßigkeit, die es zu dieser Zeit gibt, einfach nicht drumherum……so in Italien wie in Deutschland. Was den Deutschen ihr Christstollen, ist den Italienern ihr Panettone und Pandoro. Und so findet man sie dann in allen supermercati und panificii, die dolci natilizi, die Weihnachtssüßigkeiten aufgetürmt zu riesigen Pappschachtelbergen, in allen Formen und Variationen, so dass auch jeder auf seinen Geschmack kommt. Diese Festagskuchen sind vor und während der Weihnachtstage ganz und gar nicht wegzudenken von den italiensichen Tafelrunden.
Keine italienische Weihnacht ohne Panettone
Mir persönlich liegt ganz besonders das pandoro am Herzen, ist es doch mit einer kleinen, lustigen Prozedur vorab des Verzehrs verbunden: Vor dem Genuß muß ein pandoro nämlich mit Puderzucker bestreut werden - dazu öffnet man zunächst die Verpackung, gibt dann den beigefügten Puderzucker in den Beutel, verschließt ihn wieder und schleudert und schüttelt ihn dann ganz kräftig um sich herum, damit sich der Puderzucker auch ja gut über den ganzen Kuchen verteilt - Ergebnis ist dann ein Kuchen, der sowohl durch seinen weißen “Zuckerguß” sowie seinen verführerischen Duft nach Hefe unbedingt sofort gekostet werden will. Gerne erinnere mich an so manch italienische Weihnachtsstunde, die ich mit eben jener Prozedur bei Pandoro und Spumante verbracht habe – so dass es auch jetzt noch ein zumindest kleiner pandoro zu Weihnachten eigentlich nicht fehlen darf!
Doch schauen wir uns die Leckereien doch mal etwas genauer an: (mehr…)
Heute sei zur Abwechslung mal wieder etwas zum Hören aufgetischt….und auf eine interessante, gegebenenfallsauch dem ein oder anderen vielleicht schon bekannte italienische Musikgruppe hingewiesen, deren Reiz es ausmacht, dass sie unter anderem viele bekannte italienische Songs als a capella songs interpretiert: “Neri per caso”.
Wikipedia Italia weiß so manches zur Historie der Gruppe:
Ihren Anfang nahm sie in Salerno, wo sie durch die einheimischen Lokale tingelte. 1994 qualifizierten sich die “Neri per caso” dann auf dem Sanremo Festival mit dem Titel “Donne” von Zucchero für das Festial Sanremo 1995 in der Kategorie “Neuzugänge”
Hören wir doch mal rein…….
…….das Festival 1995 haben sie dann gewonnen mit dem Song “Ragazze”. Auch dieser Song als Video zum Reinhören:
Alba ist ein kleines Städtchen in Norditalien, genauer im Piemont – und ein großes Paradies für Feinschmecker, insbesondere in den Herbstmonaten.
Alba gilt als die Heimat des weltberühmten tartufo bianco, des weißen Trüffel, einer großartigen pilzähnlichen Knolle, die ihrer schwarzen Schwester, dem tartufo nero - auch als Sommer- und Wintertrüffel bekannt - in Geruch und auch im der Intensität des Geschmacks weit überlegen ist.
Jetzt, in den Monaten Oktober bis Dezember öffnet das Paradies seine Pforten:
Tartufo bianco
Es ist Trüffel-Saison und es zieht jetzt ein angenehmer, schwer zu definierender Duft von….
- So titelt das großartige Buch von Carala Coulson, in dem sie mit großer Authentizität und noch mehr Leidenschaft von Ihrer Entdeckungsreise in das Land Italien und in das italienische Leben erzählt.
Carla Coulson: Italia amore mio
Ich kann dieses Buch nur jedem wärmstens ans Herz legen, der sich in das Land Italien, seine Landsleute und liebenswerten Eigenschaften entweder mal verliebt hat oder gerne erfahren möchte, was genau diese Leidenschaft ausmacht.
Carla Coulson erzählt, wie sie aus einem Leben, in dem sie vermeintlich alles hatte, nur bewaffnet mit ihrer Kamera auszog, um in Italien - Firenze - ihr Glück zu finden.
Die Städte leeren sich, die Strände sind übervölkert: Italien erlebt, feiert Ferragosto - die Ferien des Augustus – „feriae Augusti“, Tage, die Kaiser Augustus nicht nur für die freien Römer, sondern auch für die Sklaven als arbeitsfrei erlassen hatte. Ferragosto fällt auf den 15. August und ist einerseits der älteste heute noch begangene Feiertag wie andererseits einer der wichtigsten kirchlichen und vor allem auch familiären Feiertage in Italien. Zugleich ist er Höhepunkt der touristischen Saison, denn Ferragosto gilt als der heißeste Tag im Sommer und als „Wende des Sommers“. Um ihn herum planen die Italiener ihren Urlaub.
Ferragosto lässt ist fast wie staatlich angeordnete Ferienzeit, denn alles, was sich bewegen kann, nimmt Urlaub – natürlich im eigenen Land - und zwar dort, wo es kühl ist: am Meer oder in den Bergen. Die Folge: (mehr…)