Rund ums Kochen oder auch Zubereiten hören die Ideen ja nie auf. Überall kann man Neues aufschnappen in Sachen Rezept, Zubereitung und Dekoration.
So war ich dann letzte Woche auf einem Koch-Event. Wir kochten und bereiteten unter professioneller Anleitung diverse, italeinische Köstlichkeiten, allerdings mit eindeutig deutschem Zubereitungstouch, aber nun gut, das muß ja dem Ganzen keinen Abbruch tun, sondern hat hier und da neue Ideen mitgebracht. Zum Beispiel: Bruschetta mit feinem Knoblauch bestrichen, belegt mit Bresaola (Rundfleischschinken)und Artischockenherzen und dann leicht überbacken mit Parmesanhobel – unbedingt lecker. Auch haben wir 10 l Pesto rot und grün gefertigt – leider noch ohne ausreichende Mengenangaben. Das will also noch nachbereitet werden und wird folgen. Und dann gab es noch eine kleine Kleinigkeit in Sachen Salat, die aber mal was anderes ist als Idee und dann auch auf dem Teller:
Un mazzetto di rucola e insalata
Ein Rucola-Salat Sträußchen
Heute mal ganz unitalienisch und auch nicht kulturell-kulinarisch, einfach nur ein Ostergruß vom Vorabend des Osterfestes mit ein paar Fotos des Osterfeuers aus dem Nachbardorf
…..wohltätig ist des Feuers Macht, / wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht
und….manch einer mag für jemanden durchs Feuer gehen…..
oder…….auch ein Spiel mit dem Feuer wagen…..
In jedem Falle möge sich jeder den notwendigen Funken Feuer im Herzen bewahren……
Damit dem Glück im neuen Jahr nichts entgegensteht erfordert ein Silvester all’italiana in Sachen Aberglaube viele Teller des typischen Jahresabschlußgerichts „Lenticchie con il Cotechino“.
Ja, so ist es, bei keinem traditionellen italienischen Silvestermenu dürfen sie fehlen, die Linsen mit dem Zampone bzw. Cotechino, ist es doch allgemeine Tradition am letzten Tag des Jahres und/oder auch am Neujahrstag eben jenes Gericht zu essen und zwar auch in ausreichender Menge, denn dem Aberglauben zufolge bringt das Glück und auch Reichtum für das kommende Jahr. So wird es dann bei jeder italienischen Feier um Mitternacht nach dem Spumante diese besagten Linsen geben, in Italien übrigens auch mit passierten Tomaten bereitet, serviert mit einer Art Schweinshaxe oder - man sollte besser sagen - einer in „Schweinfußform“ gepressten Schweinswurst, in Scheiben geschnitten serviert.
Und damit auch jeder sein Glück und eventuell auch den besagten Geldsegen persönlich herbeiessen kann, hier die entsprechende Rezeptinformation für die „Lenticchie con Cotecchino“
Zutaten für 4 Personen
400 g Linsen
1 Zwiebel / 1 Karotte / 1 Stange Staudensellerie
80 Gramm Speck (pancetta)
1 kleine Dose passierte Tomaten (300-400 g)
etwas Petersilie und Salbei
Olivenöl
Salz & Pfeffer
Fleischbrühe (bestenfalls vom Kochen der Schweinhaxe)
Zubereitung:
Die Linsen am Abend vorher in reichlich lauwarmem Wasser einweichen, am nächsten Tag abspülen und in einem Sieb abtropfen lassen. Zunächst die Schweinhaxe, gewaschen und geputzt, in einem Topf mit Wasser und den Gemüsen bei kleiner Flamme ca. 1 ½ bis 2 Stunden köcheln lassen. Für die Linsen in einer Pfanne Zwiebel, Karotte, Staudensellerie und Pancetta, kleingeschnitten, in etwas Olivenöl anbraten, die Linsen zugeben und die passierten Tomaten sowie ein paar Suppenkellen Fleischbrühe zugeben, alles salzen & pfeffern und bei niedriger Flamme mindestens eine Stunde köcheln lassen, gelegentlich umrühren und weitere Brühe hinzufügen, bis die Linsen fast die gesamte Flüssigkeit aufgesogen haben. Die Linsen mit der in Scheiben geschnittenen Schweinshaxe servieren.
P.S. Den Zampone erhält man hierzulande in den einschlägigen italienischen Supermärkten und gut ausgestatteten Feinkostgeschäften.
Und in Italien gilt die Devise: Je mehr Linsen man isst, desto mehr regnet es soldi im nächsten Jahr. Nun denn, ein Versuch ist es wert
Also dann: Guten Rutsch in ein hoffentliches tolles 2010!
- So titelt das großartige Buch von Carala Coulson, in dem sie mit großer Authentizität und noch mehr Leidenschaft von Ihrer Entdeckungsreise in das Land Italien und in das italienische Leben erzählt.
Carla Coulson: Italia amore mio
Ich kann dieses Buch nur jedem wärmstens ans Herz legen, der sich in das Land Italien, seine Landsleute und liebenswerten Eigenschaften entweder mal verliebt hat oder gerne erfahren möchte, was genau diese Leidenschaft ausmacht.
Carla Coulson erzählt, wie sie aus einem Leben, in dem sie vermeintlich alles hatte, nur bewaffnet mit ihrer Kamera auszog, um in Italien - Firenze - ihr Glück zu finden.
Die Ferienzeit hält an – was könnte man also berichten, um ihr gerecht zu werden……Etwas kitschig, gebe ich zu, aber warum nicht: Mir sind dabei ein paar italienische Schmonzetten und Gassenhauer eingefallen, die mich irgendwie an Sommer in Italien erinnern, vielleicht an einen Saxophonisten auf der Piazza Navona oder Musik zur Untermalung in einer der kleinen Bar am Strand von naja, irgendwo in Süditalien…….
Nun denn fangen wir an mit einem ersten Titel an: dem unvergleichlichen und dabei völlig unbekannten „Azzurro“ von Adriano Celentano aus dem Jahre 1960:
Sonntag Abend war es wieder soweit: Die Menschen strömten wie immer gegen 17.30 Richtung Waldbühne gepackt mit Picknickkörben, -decken und weiterer Ausrüstung für die kommenden sechs Stunden. Denn es war wieder Zeit für das alljährliche Abschlußkonzert der Berliner Philharmoniker in der Waldbühne.
Die Waldbühne füllt sich
Das Rund vor dem Eingang war um diese Zeit bereits halb gefüllt, eben von jenen ganz Hartnäckigen, die die wenigen Plätze mit Balustrade erobern wollen, um dort das ihrer Ansicht nach stilechtestePicknick eben mit weißer Tischdecke und Kandelabern durchzuführen…die anderen reihen sich dahinter, in der Hoffnung, dass der zuviel mitgebrachte Wein gefahrlos eingeschmuggelt werden kann.
Nach zähem Einlaßkampf nahmen dann die kulinarischen und kulturellen Dinge ihren Lauf…… (mehr…)
Herzlichen willkommen im Blog “Cucina & Cultura”: Von den schönen Dingen des Lebens will das Blog sprechen, also fange ich gleich mal an mit den beiden Bildern im Kopf des Blogs:
Das obere Bild verführt zum cucinare und mangiare, kochen und essen – Leidenschaften, die ich ganz besonders aus Italien und von den Italienern kenne.Ich habe es erlebt, wie sie das ganze, italienische Leben, Klein und Groß, Alt und Jung und alle Tageszeiten - Frühstück, Mittag und Abendessen - durchziehen. Wer mal in Italien war, weiß dies sicher zu bestätigen. Und wer sich erst einmal in den Bann italienischer Essens-, ja damit eben auch Lebensart hat ziehen lassen, wird leicht fasziniert davon und kann sie eigentlich nicht wirklich wieder loslassen – so geht es mir jedenfalls.
So liegt es dann eben nahe auch über diese schönen Dinge des Lebens zu schreiben und alle Facetten und Impressionen vom Kochen und natürlich dann auch Essen und Genießen an „Mitfühlende” und solche, die es gerade werden wollen, weiterzugeben. (mehr…)