Nichts geht in Italien an ihr vorbei – an der Tomate, al pomodoro - ist sie doch die am meisten verzehrte Gemüsesorte dieses Landes. Man trifft sie in unzähligen Varianten…..,

Pomodori - Sortenvielfalt
bei Tisch fast jeden Tag, zu jeder Jahreszeit und eben in den verschiedensten Zubereitungen:
Pomodori kann man essen:
- zu allererst sei hier genannt: Passiert oder eingekocht als leckere Pastasauce,
- grob gewürfelt im Salat,
- in Scheiben in einer Caprese oder auf der Bruschetta,
- gefüllt zum Beispiel mit Reis als Antipasto
- als Beigabe zu vielen schmackhaften Schmor- und Ofengerichten
Naja, und zur Zubereitung von Pasta- oder sonstigen Saucen gibt es sie wiederum in ganz verschiedenen Basis-Zubereitungen
1. roh und pur zum Einkochen
oder
2. bereits konserviert
2a) als Konzentrat (concentrato di pomodoro),
2b) als stückige Tomaten in Dosen (polpa di pomodoro),
2c) als geschält Tomaten in Dosen (pomodori pelati) oder
2d) als passierte Tomaten in flaschen (passata di pomodoro)
Doch nun ein paar Worte zur Geschichte und weiterem:
Mitte des 16. Jahrhundert kam sie aus der Neuen Welt nach Europa, vegetierte dann als herkömmliche Pflanze noch 200 Jahre vor sich hin, bis sie dann 1750 als Gemüsestaude in die Gärten einzog, damit als Nahrungsmittel lebendig wurde und sich die Italiener nach und nach Ihrer vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten bewusst wurden.
Doch einen Nachteil gab es, war doch il pomo d’oro, der Goldapfel, nur in den Sommermonaten erntbar. Es musste also Abhilfe für den Tomatenmangel im Winter geschaffen werden. Und so wurden im 19. Jahrhundert dann die ersten Konservierungsmethoden erfunden, um die Versorgung mit Tomaten ganzjährig sicherzustellen.
Und schon bald entwickelte sich aus diesen Konservierungsmöglichkeiten vor allem in Süditalien, Kampanien, und Norditalien, Emilia Romagna, die tomatenverarbeitende Industrie. Beide Regionen machten sich einen Namen in diesem Industriezweig und halfen dabei, dass Italien bald zur führenden Nation für hochwertige Tomatenkonserven avanzierte. (weitere Info unter www.wikipedia.it/pomodoro geholfen hat :
Und Tomatensorten gibt viele - aus der Sortenvielfalt seien nur ein paar erwähnt:
- San Marzano – diese eine längliche, eiförmige und Sorte zum Einmachen oder für Nudelsaucen geeignet
- Roma – besonders gut zum Konservieren geeignet
- Cuore di Bue – eine besonders große und fleischige Sorte, daher als Salattomate besonders geeignet
- Pomodoro di Cerignola – Kirsch- bzw. Cocktailtomate roh in Salaten oder gedünstet in Saucen zu verwenden
- Usw. usw
Für den Hausgebrauch kann man Tomaten jedoch auch selbst für den Winter konservieren, indem man zum Beispiel die frischen kleinen Buschtomaten noch grün zum Reifen und Trocknen an einen luftigen Ort hängt, so dass sie dann im Winter als Basis für herrlich, schmackhafte Tomatensaucen verwendet werden kann. Oder man lässt Tomaten, in Hälften geschnitten und leicht gesalzen, einige Tage in der Sonne trocken so dass man sie dann, jederzeit schmackhaft in Öl mit Kräutern eingelegt genießen kann - ein herrliches Geschmackserlebnis zu jeder Jahreszeit.
Nun denn: Appetit gemacht? Hier noch mal der Hinweis auf das Rezept für eingelegte Tomaten aus einem vorhergehenden Artikel in diesem Blog.
A presto!