18. Januar 2010

Von Kalmar, Sepia & Octopus sowie Spaghetti ai frutti di mare

Kategorie: Kulinarisches, Rezepte — nlohe @ 22:15

Wußtet Ihr, dass es intelligente Meerestiere gibt? Nein, zu Ihnen zählen vor allem die Weichtiere, die Tintenfische. Schnelles Schwimmmen, räumliches Sehen und Farbunterscheidung gehört zu ihren Fähigkeiten. Sie können sich bei Gefahr farblich tarnen und, ihrem Namen getreu, Tinte verspritzen, wodurch der Tintenfisch seine Angreifer verwirren will, um den Moment zu Flucht zu nutzen. Nun denn, sie schmecken allerdings auch gut in allen ihren Arten, vor allem als frutti di mare – Meeresfrüchte – verarbeitet. Doch bevor wir uns einem „Spaghetto ai frutti die mare”-Rezept zuwenden, noch ein paar Worte zu den ewig verwechselten Arten von Tintenfischen ;)

Seit Millionen Jahren findet man sie, die Tintenfische, in allen Meeren der Welt, mit Fangarmen, einem mantelartigen Rumpf und mit „Tintensack“ ausgestattet, in drei verschiedenen Gruppen: Kalmar, Octopus und Sepia

1. Kalmare

Ihr Markenzeichen: 10 mit Saugnäpfen besetzte Fangarme, davon zwei Tentakel, schlauchartigem Körper und einer normalen Länge von bis zu 50 cm und einem durchschnittlichem Gewicht von 2 kg. Gefangen werden sie im freien Meer.

Kulinarisch ist der Kalmar vor allem als „calamaro fritto“, in Ringen geschnitten und frittiert bekannt. Oder auch die kleinen, „calamaretti“, auf dem Grill oder in der Pfanne zubereitet, oder eben als Bestandteil von frutti di mare.

2. Sepia

Beheimatet im Atlantik oder mittelmeer, weißt auch die Sepia, 10 Fangarme auf sowie zwei davon als mit Saugnäpfen besetzte Antennen ausgestattet. Ihr Körper ist oval bis rund.

Kulinarisch grillt man die Sepia gerne im Ganzen oder schmort die „sepioline“ zum Beispiel mit Erbsen in Tomatensoße. Übrigens: Es ist die Tinte der Sepia, mit der die Nudeln zu „…nero di sepia“ schwarz gefärbt werden.

3. Octopus

Er verfügt nur über acht Fangarme, die schon mal eine Spannweite von bis zu 2 m erreichen kann, ist dafür aber wesentlich größer als die anderen Artgenossen. Als Einzelgänger lebt er am Boden in Höhlen in wärmeren Meeren.

Kulinarisch findet man Kraken in Stücke geschnitten als Octopus- oder Meeresfrüchtesalat oder auch in Öl eingelegt.

So nun nach diesem kleinen erläuterndem und bebilderten Ausflug in die Welt der verschiedenen Tintenfische (bei dem mir sowohl wikipedia als auch eine Broschüre des Fisch-Informationszentrum in HH geholfen haben), nun noch ein schnelles Rezept in Sachen Tintenfisch bzw. Meeresfrüchte, deren Hauptbestandteile ja eben jene Weichtiere ja neben Krabben und Muscheln sind.

“Spaghetti con frutti di mare”
“Spaghetti mit Meeresfrüchten”

Zutaten

  • 1 kg Spaghetti
  • 500 g Meeresfrüchte (TK-Produkt oder auch rohe, gemischte Tintenfische, Krabben und Muscheln)
  • etwas Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel
  • Petersilie, klein geschnitten
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung:
In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, in Stücke geschnittenen Knoblauch und kleine geschnittene Zwiebel leicht anbraten, die tiefgekühlten (oder klein geschnittenen rohen) Meeresfrüchte zugeben. Alles salzen und gut pfeffern und ca 10-15 Minuten bei kleiner Flamme auftauen und köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Spaghetti in reichlich Salzwasser kochen, abgießen und fast unabgetropft zu den Spaghetti geben. Alles durchmengen, etwas köcheln lassen und Petersilie nach Geschmack zugeben. Fertig! Lecker!

Na, dann viel Spaß bei Ausprobieren……a presto!

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