30. Dezember 2009

Silvester all’italiana

Kategorie: Allgemeines, Kulinarisches, Lebensart, Rezepte — nlohe @ 03:14

Damit dem Glück im neuen Jahr nichts entgegensteht erfordert ein Silvester all’italiana in Sachen Aberglaube viele Teller des typischen Jahresabschlußgerichts „Lenticchie con il Cotechino“.

Ja, so ist es, bei keinem traditionellen italienischen Silvestermenu dürfen sie fehlen, die Linsen mit dem Zampone bzw. Cotechino, ist es doch allgemeine Tradition am letzten Tag des Jahres und/oder auch am Neujahrstag eben jenes Gericht zu essen und zwar auch in ausreichender Menge, denn dem Aberglauben zufolge bringt das  Glück und auch Reichtum für das kommende Jahr. So wird es dann bei jeder italienischen Feier um Mitternacht nach dem Spumante diese besagten Linsen geben, in Italien übrigens auch mit passierten Tomaten bereitet, serviert mit einer Art Schweinshaxe oder - man sollte besser sagen - einer in „Schweinfußform“ gepressten Schweinswurst, in Scheiben geschnitten serviert.

Und damit auch jeder sein Glück und eventuell auch den besagten Geldsegen persönlich herbeiessen kann, hier die entsprechende Rezeptinformation für die „Lenticchie con Cotecchino“

Zutaten für 4 Personen

  • 400 g Linsen
  • 1 Zwiebel / 1 Karotte / 1 Stange Staudensellerie
  • 80 Gramm Speck (pancetta)
  • 1 kleine Dose passierte Tomaten (300-400 g)
  • etwas Petersilie und Salbei
  • Olivenöl
  • Salz & Pfeffer
  • Fleischbrühe (bestenfalls vom Kochen der Schweinhaxe)
  • 1 Zampone / Cotecchino (italienische Schweinshaxe)
  • 1 Karotte / 1 Zwiebel / 1 Stange Staudensellerie

Zubereitung:
Die Linsen am Abend vorher in reichlich lauwarmem Wasser einweichen, am nächsten Tag abspülen und in einem Sieb abtropfen lassen. Zunächst die Schweinhaxe, gewaschen und geputzt, in einem Topf mit Wasser und den Gemüsen bei kleiner Flamme ca. 1 ½ bis 2 Stunden köcheln lassen. Für die Linsen in einer Pfanne Zwiebel, Karotte, Staudensellerie und Pancetta, kleingeschnitten, in etwas Olivenöl anbraten, die Linsen zugeben und die passierten Tomaten sowie ein paar Suppenkellen Fleischbrühe zugeben, alles salzen & pfeffern und bei niedriger Flamme mindestens eine Stunde köcheln lassen, gelegentlich umrühren und weitere Brühe hinzufügen, bis die Linsen fast die gesamte Flüssigkeit aufgesogen haben. Die Linsen mit der in Scheiben geschnittenen Schweinshaxe servieren.
P.S. Den Zampone erhält man hierzulande in den einschlägigen italienischen Supermärkten und gut ausgestatteten Feinkostgeschäften.

Und in Italien gilt die Devise: Je mehr Linsen man isst, desto mehr regnet es soldi im nächsten Jahr. Nun denn, ein Versuch ist es wert ;)

Also dann: Guten Rutsch in ein hoffentliches tolles 2010!

23. Dezember 2009

Fröhliche Weihnachten

Kategorie: Allgemeines — nlohe @ 23:50

Liebe Freunde und Blogleser,

ich wünsche Euch allen

Fröhliche Weihnachten - Merry Christmas - Buon Natale

mit hoffentlich ein paar wundbaren entweder schön erholsamen oder aber auch ereignisreichen Weihnachtstagen. Möge Euch der Weihnachtsmann reich beschenken und möget Ihr ein paar glückliche Tage im Familien- und / oder Freundeskreis verbringen können! Zum Fest anbei ein paar Weihnachtsimpressionen von so manch immergrünen Gesellen im Festkleid by night mit der dazu passenden Musik. Auf ein baldiges Wiedersehen bzw. Weiterlesen

Eure Nicola

Oh Tannenbaum von Nat King Cole

8. Dezember 2009

Panettone & Pandoro – oder: So weihnachtet es in Italien

Kategorie: Kulinarisches — nlohe @ 22:41

Wenn es weihnachtet, kommt man um so manch Süßigkeit, die es zu dieser Zeit gibt, einfach nicht drumherum……so in Italien wie in Deutschland. Was den Deutschen ihr Christstollen, ist den Italienern ihr Panettone und Pandoro. Und so findet man sie dann in allen supermercati und panificii, die dolci natilizi, die Weihnachtssüßigkeiten aufgetürmt zu riesigen Pappschachtelbergen, in allen Formen und Variationen, so dass auch jeder auf seinen Geschmack kommt. Diese Festagskuchen sind vor und während der Weihnachtstage ganz und gar nicht wegzudenken von den italiensichen Tafelrunden.

Keine italienische Weihnacht ohne Panettone

Keine italienische Weihnacht ohne Panettone

Mir persönlich liegt ganz besonders das pandoro am Herzen, ist es doch mit einer kleinen, lustigen Prozedur vorab des Verzehrs verbunden: Vor dem Genuß muß ein pandoro nämlich mit Puderzucker bestreut werden - dazu öffnet man zunächst die Verpackung, gibt dann den beigefügten Puderzucker in den Beutel, verschließt ihn wieder und schleudert und schüttelt ihn dann ganz kräftig um sich herum, damit sich der Puderzucker auch ja gut über den ganzen Kuchen verteilt - Ergebnis ist dann ein Kuchen, der sowohl durch seinen weißen “Zuckerguß” sowie seinen verführerischen Duft nach Hefe unbedingt sofort gekostet werden will. :) Gerne erinnere mich an so manch italienische Weihnachtsstunde, die ich mit eben jener Prozedur bei Pandoro und Spumante verbracht habe – so dass es auch jetzt noch ein zumindest kleiner pandoro zu Weihnachten eigentlich nicht fehlen darf!

Doch schauen wir uns die Leckereien doch mal etwas genauer an: (mehr…)